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Vegan in Berlin - Tierlieber Genuss in der Hauptstadt

Eine bunte Ideenliste

14.05.2013 von | Mein Berlin

Lokali Vegan


Vegan in Berlin? Tofu-Burger ja klar, aber woraus ist eigentlich die weiße Soße? Während die Vegetarier ja eh überall unterkommen, haben es Veganer etwas schwerer, außer Haus essen zu gehen. Als Veganer muss man nachfragen. Aber zum Glück nicht überall! Berlin hat da inzwischen recht viele 100 Prozent vegane Restaurants und Cafés zu bieten und vergrößert sein Angebot beständig.

Vegane Lebensweise wird immer populärer. Die Erklärung, warum dies ethisch korrekt, gesund und gut für unsere Welt ist, spare ich mir jetzt. Ihr Veganer wisst es ganz genau, ihr anderen könnt das an anderer Stelle nachlesen (Tut es!!!). Ich komme also gleich zu dem Punkt, an dem ich euch eine bunte Liste wunderbarer Läden zusammengestellt habe, in denen ihr völlig tierproduktfrei alles essen könnt, was auf der Karte steht. Von Fast Food-Döner über umfangreichen Brunch bis zum Gourmet Menü. Schwarzwälder Kirschtorte, Tempeh Steak mit Cranberry-Rotwein-Reduktion und Vier-Käse-Pizza mit Extra Schinken - Kein Gelüst soll unbefriedigt bleiben.

Ich selbst bin “nur” Vegetarierin, mein Freund Luca ist aber seit 9 Jahren Veganer - das Thema begegnet mir also tagtäglich.

Beginnen wir beim Frühstück: Sonntags mit Freunden im Café zum Frühstück treffen? Dieses Vorhaben gestaltet sich als Veganer nicht leicht. Die angebotenen Frühstücke sind für Vegetarier ja kein Problem, beinhalten aber nunmal meist Butter, Käse, Eier, Croissants - alles Veganer-ungeeignet.


Viasko in Kreuzberg: Ein Wahnsinns-veganer-Brunch



Abhilfe schafft der Brunch im Viasko: Veganes Buffet. All you can eat. Alles, was das tierliebe Herz begehrt. Als mein Freund und ich das erste Mal zum Brunchen gehen, sind wir irgendwie skeptisch, ob 12 Euro nicht etwas viel für ein paar Gemüseaufstriche, Obst und Salate sind - wie wir es online gelesen haben. Aber siehe da: Die untertreiben auf ihrer Website! Wir finden uns in einem Paradies aus duftenden Kuchen, frischen Pancakes, Pudding und warmen Gerichten wie knusprigen Schnitzeln, deftigem Bohnneintopf und Würstchen mit Kartoffelsalat wieder.


Seitdem sind wir wochenends häufig mit leuchtenden Augen im gemütlichen Kellergewölbe des Viasko anzutreffen und versuchen, uns durch alles durchzuprobieren. Doch unmöglich: Das Angebot an köstlich angerichteten Kreationen ist einfach zu groß - und das freundliche Service-Team legt immer wieder nach. Luca ist meist tieftraurig, dass er es so ganz und gar nicht mehr schafft, noch die ein oder andere Süßspeise zu probieren. Unser Entschluss steht also jedes Mal fest: Wiederkommen und bis dahin ein neues Konzept überlegt zu haben, wie wir (noch) mehr essen können!


Veganer Brunch im Viasko: Jeden Samstag und Sonntag, von 11 bis 15 Uhr. Aber Achtung, es ist wirklich immer gut besucht, also rechtzeitig vorbestellen!


Vöner in Friedrichshain: Döner. Vegan!




Sieht aus wie ein Döner, riecht wie ein Döner, schmeckt wie ein Döner, ist vegan, ist ein Vöner!

Im Vöner-Imbiss (früher vegetarisch, heute komplett vegan!) gibt es veganes Fastfood für den schnellen Hunger. Eine authentisch-leckere, tierffreundliche Alternative zur klassischen Fleischversion. Statt Kalbfleisch wird hier Seitan wie beim Original vom Spieß geschabt und mit frischem Salat und Sojajoghurt-Knoblauchsoße serviert.

Mein Freund und ich entscheiden uns meist für den klassischen Vöner im Fladenbrot, es gibt aber auch einen Vöner-Teller und herzhafte Burger. Um sein persönliches Junkfood-Erlebnis zu komplettieren, wählt Luca zusätzlich immer noch die Pommes Spezial: Toll gewürzte Bio-Pommes mit veganer Käsesoße und geschmorten Zwiebeln. Mmmh!

Im Vöner gibt´s kleine Holztische mit frischen Blümchen drauf, lustige Klebchen an der Wand, eine Pferdeecke (ja, genau!) und eine Theke im Leopardenlook. Highlight ist aber ganz zweifelsohne das Vöner-”Tier”. Das verrückt-lieb dreinschauende Etwas ist Logo des Ladens und erobert regelmäßig die Herzen seiner Kunden. Inzwischen grinst es sogar von heißbegehrten Jutebeuteln, die es im Laden zu kaufen gibt. Vöner up your Style!



Sfizy Veg in Neukölln: Die erste vegane Pizzeria Europas




Pizza Pizza! Das Sfizy Veg ist die erste vegane Pizzeria Europas und steht einer typisch nicht-veganen in Nichts nach. Bei über 200 verschiedenen Pizza-Sorten hab ich jedes Mal echt die Qual der Wahl. Hier gibt´s Gyros-, Thunfisch-, Shrimps-, Salami-, 4-Käse-Pizza und Co. Alles 100% vegan!

Das Ambiente ist gemütlich-schrullig und alternativ-unkompliziert. Man gibt seine Bestellung selbst an der Theke auf und stellt das Geschirr anschließend auf einen bereitstehenden Wagen. Für die Wartezeit liegen eine Auswahl an Büchern, Spielen, und Infoblättern zu vegan-relevanten Themen bereit, oder man verliert sich einfach in den bunten Bildern an den Wänden.

Zusätzliche zu der Riesen-Auswahl an leckeren Pizzen (die übrigens wirklich groß sind und absolut moderate Preise haben) hat das Sfizy Veg auch noch Pasta, knackige Salate und cremige Soja-Shakes auf der Karte. Mein Freund schwärmt vor allem von den (Zitat) “unf**king-fassbar-guten” hausgemachten Torten, die man sich in der Vitrine aussuchen kann.

Das Sfizy Veg ist ein wahrgewordenen Pizza-Traum für Veganer und Vegetarier, aber auf jeden Fall auch ein bereicherndes Erlebnis für alle anderen. Besonders nett: Einmal im Monat ist Soli-Tag. Die Einnahmen des verkauften Essens kommen dann wechselnden solidarischen Zwecken zugute.



La Mano Verde: Vegane Gourmetküche in Charlottenburg




Das La Mano Verde fällt etwas aus der Reihe der bisher vorgestellten Locations, es handelt sich nämlich um ein veganes Gourmet Restaurant, das bereits von PeTA ausgezeichnet wurde. In modern-edlem Ambiente sitzt man an Tischen mit weißen Tischdecken, stilvollen Kerzenständern, glänzend polierten Gläsern und Besteck und gefalteten Stoffservietten. Indische Ballonhosen und Dreadlocks sind hier selten zu sehen. Die Gäste sind so elegant-ästhetisch gekleidet wie die Speisen angerichtet sind.

Auf der Karte stehen Kreationen wie “Spaghetti mit Wakame und Passe-Pierre Algen, getrockneten Tomaten, Sesam und Chili in Koriander Knoblauch, serviert mit Pinienkern-Parmesan”. Statt Tierethik und Umweltschutz steht im La Mano Verde die Gesundheit veganer Ernährung im Vordergrund. Es gibt ein großes Angebot an glutenfreien und Rohkostgerichten.

Wer also mal Lust hat sich in Berlin vegan, gesund und köstlich verwöhnen zu lassen, sollte das La Mano Verde besuchen. Die Tisch-Reservierung geht online, feine Hose aus dem Schrank und los. Ich empfehle “Orange glasierte Tempeh mit Ingwer, Koriander und Shiro Miso, serviert auf einem Bett von gebratenem Lauch und Bok Choy”. Psst, die Sichtung von Promis ist hier nicht ausgeschlossen.


Vegan in Berlin. Eine Fülle an Möglichkeiten. Schlemm dich durch!


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