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No Kangaroo in Berlin: Österreichische Hüttengaudi -

Ja, bist denn deppert?!

28.05.2013 von | Lokali-Läden Berlin

No Kangaroo Bier


“Gemma Bier trinken, Bier trinken. Bis zum Abwinken, Abwinken. (...)” Wer von diesen Partykrachern und deftiger Après Ski-Laune nicht genug bekommen kann, ist hier bestens aufgehoben: Das No Kangaroo überzeugt mit Mit-Gröhl-Hits, züftigem Gsöff und feinsten österreichischen Schmankerln - alles in einzigartig urigem Skihütten-Ambiente!

Julia hat sich mit Geschäftsführer Michael Deischl auf ein süffiges Zwickl-Bier getroffen und sich alles über österreichische Partysausen in Berlin erzählen lassen. Was a Gaudi!

It´s cool Man!


Beim Betreten des No Kangaroo in Kreuzberg ist gleich klar: Das ist kein Laden für jedermann. Man liebt ihn oder man tut´s nicht. Es ist wie in einer Alpenhütte. Überall Holz: Theke, Tische, Stühle, Wandvertäfelung. Vor der Theke strahlt eine Reihe von roten Skiliftsesseln, die als Barhocker fungieren und durch den Raum ertönt die Stimme von Reinhard Fendrich: “Macho Macho kannst net lernen, Macho Macho musst man sein (...)”

Geschäftsführer Michael Deischl tritt grinsend hinter der Theke hervor und begrüßt mich mit Handschlag. Ob ich schonmal da gewesen sei? Nein, noch nie! - Oder etwa doch? Das No Kangaroo ist ja ganz offenbar einer dieser Läden, in denen man nicht gerade nüchtern ist!? Mal sehen... Michael zapft mir ein Bier und ich schaue mich um.

Skiiiiiifoarn...!



Es ist noch früh am Abend und recht ruhig im No Kangaroo. Gut so, denn: Ui, gibt´s hier viel zu entdecken! Was manche als Kitsch beschreiben würden, bringt das Herz eines Skihüttenliebhabers ganz sicher zum Hüpfen. Hier wurde bis ins Detail an alles gedacht und mit viel Ösi-Liebe dekoriert. Skier in der Ecke, Skikleidung zum Trocknen auf der Leine, Alpenbildchen an den Wänden, alte Holzstühle, -tische und -bänke (authentisch mit Herzchen drin).“Hier ist alles original und nichts nachgestellt”, erklärt Deischl und bringt mir den Krug Bier. “Das Holz ist 200 Jahre alt.” Bei einem herrlich erfrischendem Zwickl (unfiltriertes Bier. Sehr süffig!) erzählt mir der Wirt von einer Subkultur, die sich auch jenseits des Skiurlaubs so nach Après Ski und Hüttengaudi sehnt, dass hier wochenends regelmäßig wilde Sausen abgehen.

Der Chef trägt dann Lederhose und die Service-Mädels Dirndl. Österreichische Biere, Obstler und Marillenschnäpse gehen über die Theke. Wer beim Nagel-in-den-Baumstamm-hämmern verliert, zahlt die nächste Runde. Raucher lümmeln in der Rauchergondel, einer 30 Jahre alten Skilift-Gondel, die ihren Lebensabend nun mit den Nikotinfans im No Kangaroo verbringt. Für ganz Narrische gibt´s draußen eine große Kuh (Achtung: Nicht echt!), deren Euter man mit dem Getränk seiner Wahl befüllen und dann melken kann... “Live is life... na naa na na na!”

Keine Kängurus in Berlin


Deischl führt mich rum und lässt mich immer mehr in die Welt der Après Ski-Hits eintauchen. Bei einem weiteren Zwickl-Bier (wirklich gut!) bekomme ich in der Tat einen recht spritzigen Eindruck davon, was hier an den Wochenenden so passiert. Nachdem mir auch noch die Schnupftabakmaschine ausführlich erklärt wurde, meldet sich meine Blase und ich begebe mich auf den Weg zu den Toiletten. Herr je, und jetzt wird mir klar: Hier war ich ganz sicher noch nicht!! Daran könnte ich mich erinnern! Der Gang zu den stillen Örtchen gleicht einem Zauberwald. Halbdunkel, Birkenbäume links und rechts, Blättergeraschel, Parallelwelt.

Ähm, ich erwarte, dass jeden Moment ein scheuer Hase, ein Reh oder - um Himmels Willen - einer gemeine Märchenhexe meinen Weg kreuzt! Kangurus gibt´s ja offenbar keine. Wie der Name schon sagt. Seinen Namen trägt das No Kangaroo, weil englischsprachige Touristen Austria oft mit Australia verwechseln und freudestrahlend nach australischen Kängurus, Koalas und Nicole Kidman fragen. Deischls deutliche Antwort: “No Kangarooo!”

Ich finde die Toilette, gehe für kleine Alpenmädchen und schlage mich durch den Blätterwald zurück.


Partylocation mit Ösi-Charme


Die Idee, eine authentische Hüttengaudi nach Berlin zu holen, hat funktioniert. Ob´s was für mich ist, weiß ich nicht recht. Ich müsste in großer Gruppe und zum passenden Anlass wiederkommen. Kollege Max (der heut mein Begleiter ist und auch als wendiger Fotograf einspringt) ist jedenfalls begeistert! Er will seinen Geburtstag als große feucht-fröhliche Après Ski-Sause feiern.

Als originelle Partylocation taugt das No Kangaroo mit seinem einzigartigen Ambiente auf jeden Fall. Neben Schunkel-Abenden mit Stammgaststudenten finden hier regelmäßig Geburtstags-, andere Feiern und spezielle Events zu besonderen Anlässen statt (zuletzt beispielsweise der Herrentag mit jeder Menge Grillfleisch und DJ Alex). Mit seinen drei Räumen bietet der Laden ingesamt Platz für 100 Personen, die hier ausgelassen spochteln, birschtln und jolen können.

Unter der Woche serviert das Team außerdem deftige Ösikost. Genauer: Feinste Spezialitäten aus Kärnten! Von der Betteljause über Kaasnudeln bis zum Backhendl. Anschließend Sachertorte, Apfelstrudel oder Kaiserschmarn. Jeden Montag ist Schnitzelmontag. “Wiener vom Kalb! Mit Zitrone und warmem Erdäpfelsalat”, sagt Deischl bestimmt. “Ketchup und Majo gibt´s bei uns nicht!”

Ich verabschiede mich von der Kuh und Max macht noch die Daten für seine Geburtstag klar. Michael Deischl freut sich schon. Ob er manchmal von der ganzen Gaudi die Nase voll hat? “Nö, man muss es leben das Après Ski...ich mach seit acht Jahren nichts anderes”, sagt er, lächelt und wippt im Takt zu Münchener Freiheits “Ohne dich schlaf ich heut Nacht nicht ein”.




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